Berufe der ICT 42 Informatik-Berufsbilder und die notwendigen Kompetenzen

3.8.3 Höhere Berufsbildung (Tertiärstufe B)

Tertiärstufe B 

An die berufliche Grundbildung schliesst die höhere Berufsbildung an. Sie vermittelt spezifische Berufsqualifikationen, verbindet solide praktische Fähigkeiten mit fundierten theoretischen Fachkenntnissen und bereitet auf Führungs- und Fachfunktionen vor.

Die höhere Berufsbildung bildet zusammen mit den Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und den universitären Hochschulen (Universitäten/Eidgenössischen Technischen Hochschulen) die Tertiärstufe des schweizerischen Bildungssystems. Sie weist einen hohen Praxisbezug auf und verschafft damit den Absolventinnen und Absolventen eine gute Ausgangslage auf dem Arbeitsmarkt.

Angebote der höheren Berufsbildung sind die

  • eidg. Berufsprüfungen (Fachausweis)
  • höheren Fachprüfungen (eidg. Diplom)
  • Bildungslehrgänge an höheren Fachschulen (HF)

Die Berufsprüfung wird mit einem eidg. Fachausweis, die höhere Fachprüfung mit einem eidg. Diplom abgeschlossen. Eidgenössisch geregelt ist nur die Prüfung. Der eidgenössische Fachausweis und das eidg. Diplom werden vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ausgestellt. Inhalte, Ausgestaltung und Dauer der Prüfungen werden in Prüfungsordnungen festgelegt, welche vom SBFI genehmigt werden. Die Prüfungsvorbereitung ist vielfältig und frei, es wird keine spezifische Vorbereitung verlangt.

Prüfungsabsolvierende befinden sich mitten im Arbeitsleben. Berufserfahrung ist eine wichtige Voraussetzung für das Bestehen einer Prüfung und wird entsprechend validiert.

Die höheren Fachschulen stehen für eine höher qualifizierende Berufsbildung an einer Bildungsinstitution.

Bei den höheren Fachschulen sind die Bildungslehrgänge in Rahmenlehrgängen geregelt. Sie werden mit einem eidgenössisch anerkannten Diplom mit dem Zusatz «HF» abgeschlossen. Eidgenössisch anerkannt sind sowohl die Bildungslehrgänge als auch die Abschlussprüfungen.